Das Stromprojekt ist ausfinanziert! Ein extrem großes Dankeschön an Herrn Jürgen Piller, der dies mit seiner großzügigen Spende ermöglicht hat, aber auch an alle anderen SpenderInnen!
Am Mittwoch ist es also so weit und ich fliege wieder nach Zanzibar. So bald wie möglich werden wir dann die Stromeinleitung in Angriff nehmen.
Zunächst einmal möchte ich aber anmerken, dass der Strom auf Zanzibar bereits seit 10. Dezember aufgrund eines Defekts des Transformators nicht funktioniert, er soll angeblich am 20. Feber wieder eingeschaltet werden!
Was ist passiert?
Der Strom auf Zanzibar kommt über eine, durch das Meer verlegte Leitung von Ras Kiromoni her, in der Region von Dar es Salaam. Diese Leitung wurde in den 1970ern gelegt und sollte 30 Jahre funktionieren. Nun sind schon weit über 30 Jahre vergangen und die Leitung wurde noch immer nicht komplett ersetzt, dabei wäre dies aufgrund der vielen Stromausfälle schon länger bitter nötig gewesen. Doch leider ist immer nur in Reparaturen investiert worden. Die Folge dieser Sparmaßnahmen war ein totaler Zusammenbruch des Stromsystems am 10. Dezember und eine Explosion im Transformator der ZECO (Zanzibar Electricity Company) in der Ortschaft Fumba im Westen Zanzibars.
Die Reparaturarbeiten in Fumba sind immer noch im Gange und sollen noch bis 20. Feber andauern:
“We have been going on well with the work of restoring power. A team of technicians from England, South Africa, Zanzibar, and Ericson company have been working hard, and we hope to have the power restored by February 20 this year” said Mr Hassan Mbarouk, the acting ZECO manager. (Daily News)
Der Austausch der gesamten Stromleitung vom Festland soll angeblich durch die USA Millennium Challenge Corporation (MCC) mit über 63 Millionen US-Dollar finanziert werden und bis 2013 beendet sein.
Diese lange Periode des Stromausfalls, sowie regelmäßige Probleme, sind nicht nur für die Lebensqualität höchst unangenehm, sie führen, abgesehen von schweren wirtschaftlichen Einbrüchen, angefangen von Privatunternehmen, die sich keinen Generator leisten können, über steigende Preise, die alle Menschen gleichermaßen betreffen und den Tourismus Sektor,
auch zu schwerwiegenden Problemen der Wasser- und Kraftstoffversorgung, Versorgungsengpässen in Krankenhäusern und teilweise Schließungen von Schulen.
Zurück nach Amani.
Die Firmen zu beauftragen und das Material zu besorgen wird hoffentlich auch trotz Stromausfall möglich sein, vorausgesetzt natürlich, sie arbeiten. Ich halte Euch natürlich auf dem Laufenden, wie das Projekt umgesetzt wird und bedanke mich noch mal ganz herzlich bei Euch allen!
